Aktuelles aus dem Gemeinderat - März 2022

Nachdem bei der Gemeinderatssitzung am 29. März keine Bürgerfragen erfolgten, stieg BM Stammer mit der Vergabe von Arbeiten an der Kita Brandhölzle direkt in die Tagesordnung ein. Da es für die Verglasungsarbeiten keine Einreichungen gab, wurden Firmen direkt angeschrieben. Nur eine hat daraufhin ein Angebot abgegeben, ein Umstand, der uns auch noch bei anderen Bauvorhaben treffen wird. Die einzigen Bieter waren für Los 1 die Firma Fingerling, für Los 2 die Firma Hestermann, an die die Aufträge dann auch vergeben wurden. 

Auch für die Jagsttalhalle hoffen wir auf Angebote, wenn die Planungen für die seit 1990 dort befindliche und nun sanierungsbedürftige Warmwasserbereitungsanlage abgeschlossen sind. Kalkuliert werden dafür aktuell rund 100.000€. Mit der Planung beauftragt ist der ortsansässige Architekt Hettinger.

IMG_20210701_164014.jpg

Und wo wir schon beim Thema "Wärme" waren, folgte die Vergabe für den Wärmeverbund von Lindenhalle, Kindergarten und Krippe in Züttlingen für 230.000€. Auch hier lag nur das Angebot eines Bieters vor, der den Zuschlag erhielt. 

Kontrovers wurde es dann zumindest stellenweise beim Auslegungsbeschluss für das seit Jahren geplante Baugebiet im Haag. Da ein Grundstückskauf nicht wie geplant durchgeführt werden konnte, bedurfte es einer Umplanung und einer erneuten Auslegung der geplanten Arbeiten, wo auch interessierte BürgerInnen sich über das Projekt informieren können. Auch die Hochwasserthematik kam erneut zur Sprache. Am Ende ist das Baugebiet ein privates Projekt, sämtliche Vorgaben der Behörden zum Thema Hochwasser werden eingehalten, und solange wir uns nicht in der Planwirtschaft befinden, trägt das Risiko der Bauherr. Der am Ende auch den Gewinn erhält. Für den Gemeinderat stellt sich also nur die Frage: Wollen wir nahe der Ortsmitte Wohnraum schaffen an einer Stelle, die ohnehin stark bebaut ist? Lautet die Antwort ja, dann muss das Baugebiet (endlich!) kommen. Baubeginn soll 2023 sein. Schaun mer mal...

excavators-1174428_1920.jpg

Auslegungsbeschlüsse gab es auch im Bereich des Krankenhausgebäudes im Hahnenäcker, wo ein Pflegeheim entstehen soll, und auch die Planungen in Züttlingen im Salenbusch müssen erneut ausgelegt werden, da sich die Rechtsgrundlage geändert hat. 

Nicht, weil es besonders zu erwähnen wäre, sondern weil es offenlegt, mit was (für eventuell nebensächlichen) Aufgaben wir uns im Gemeinderat auch beschäftigen müssen - und weil es zeigt, wie sich die Verwaltung (nicht die in Möckmühl, sondern in ihrer Allgemeinheit) selbst ihre Aufgaben schafft und mehrt: Im Nachtigallenweg auf Flurstück 2613/1 haben wir einen Carport genehmigt. Sollten Sie den Bau eines Vogelhauses planen, fragen Sie bitte vorher beim LRA nach, welche Genehmigungen Sie brauchen. Vielleicht werden auch einige Gutachten fällig, weiter unten mehr dazu... 

Bevor sich jetzt jemand über die letzten Sätze aufregt: Es ist überspitzt und übertrieben formuliert, das geben WIR zu. Aber ein Körnchen Wahrheit ist schon drin.

archive-g88e7c82c7_1920.jpg
fiber-optic-cable-502894_1920.jpg

Damit waren wir auch schon am Ende der Sitzung angekommen. 

BM Stammer informierte uns darüber, dass aufgrund einer Eilentscheidung die Wasserleitung in der Ruchsener Schmiedgasse komplett erneuert wird, bevor erst die eine Stelle heute, und dann die nächste Stelle in einer Woche saniert werden muss

Auch das Glasfaserinternet-Weiße-Graue-Stellenchaos setzt sich fort, die Netcom wird in Züttlingen gegen die weißen Flecken kämpfen. Mittlerweile ist es mehr als undurchsichtig, wer wo wann was genau macht. WIR hoffen, irgendjemand hat den Überblick behalten, und wichtig ist, dass wir am Ende ein zeitgemäßes Netz überall in Möckmühl und besonders den Ortsteilen haben. Allerdings kann keiner sagen, wann genau "das Ende" sein wird...

Mit zu hohem Wasserverbrauch hat die Bodenseewasserversorgung aktuell zu kämpfen. Nicht nur in Möckmühl, sondern in ihrem ganzen Versorgungsgebiet. Die Leitungen, die aktuell liegen, können den Bedarf nicht mehr decken, und auch Einschränkungen in der Abgabe sind nicht mehr völlig aus der Welt. 

Vielleicht ist Ihnen jetzt beim Lesen die Idee gekommen: Größere, effektivere Leitungen verlegen, die den Anforderungen entsprechen! 

Aber da haben Sie die Rechnung ohne Ämter, Gutachter, Umweltschützer, usw gemacht. Denn da in Deutschland mittlerweile (wieder überspitzt formuliert) jeder, jede, und vor allem jeder Verein, ob es ihn was angeht oder nicht, bei solchen Planungen mitsprechen darf, zig Gutachten fällig sind, und dann wahrscheinlich noch geklagt wird, und auch der Verwaltungsprozess an sich ja noch seine Zeit braucht, beträgt die Planungsdauer eines solchen Wasserleitungsprojekts aktuell 15 (fünfzehn!) Jahre.

So berechtigt auch das Anliegen jedes einzelnen sein mag: WIR sind der Meinung, dass in solchen Fällen der Einzelne hinter der Gemeinschaft zurückstehen sollte. 

Was uns als Einzelne natürlich dennoch nicht von der Verantwortung für unseren Wasserverbrauch enthebt, und sich jeder und jede überlegen muss, wo er oder sie denn Wasser einsparen kann.

Damit endete der öffentliche Teil der Sitzung.

WIR wünschen allen einen schönen Frühling und frohe Ostern!

water-pipe-g79cbb6df9_1920.jpg